SATZUNG

für die Nahwärmegenossenschaft Buch „BioEnergie Buch eG.“

vom 20. September 2013 geändert am 19. November 2013

INHALTSVERZEICHNIS 
 
  §§ 
 
I.  Firma, Sitz, Zweck und Gegenstand des Unternehmens  1-2 
 
  Firma und Sitz  1 
  Zweck und Gegenstand  2 
 
 
II.  Mitgliedschaft  3 - 2 
 
  Erwerb der Mitgliedschaft  3 
  Beendigung der Mitgliedschaft  4 
  Kündigung  5 
  Übertragung des Geschäftsguthabens  6 
  Tod eines Mitglieds  7 
  Auflösung einer juristischen Person oder 
  Personengesellschaft  8 
  Ausschluss  9 
  Auseinandersetzung  10 
  Rechte der Mitglieder  11 
  Pflichten der Mitglieder  12 
 
 
III. Organe der Genossenschaft  13 - 36 
 
Organe der Genossenschaft  13 
 
A. Der Vorstand  14 - 21 
  Leitung der Genossenschaft  14 
  Zusammensetzung und Dienstverhältnis  15 
  Vertretung  16 
  Aufgaben und Pflichten des Vorstands  17 
  Berichterstattung gegenüber dem Aufsichtsrat  18 
  Willensbildung  19 
  Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats  20 
  Kredit an Vorstandsmitglieder  21 
 
B. Der Aufsichtsrat  22 - 25 
  Zusammensetzung und Wahl  22 
  Aufgaben und Pflichten des Aufsichtsrats  23 
  Gemeinsame Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat, 
  zustimmungsbedürftige Angelegenheiten  24 
  Konstituierung, Beschlussfassung  25 
 
C. Die Generalversammlung  26 - 36 
  Ausübung der Mitgliedsrechte  26 
  Frist und Tagungsort  27 
  Einberufung und Tagesordnung  28 
  Versammlungsleitung  29 
  Gegenstände der Beschlussfassung  30 
  Mehrheitserfordernisse  31 
  Entlastung  32   Abstimmung und Wahlen  33 
  Auskunftsrecht  34 
  Protokoll  35 
  Teilnahmerecht der Verbände  36 
 
 
IV. Eigenkapital und Nachschusspflicht  37 - 40 
  Geschäftsanteil und Geschäftsguthaben  37 
  Gesetzliche Rücklage  38 
  Andere Ergebnisrücklagen  39 
  Nachschusspflicht  40 
 
 
V. Rechnungswesen  41 - 45 
  Geschäftsjahr  41 
  Jahresabschluss und Lagebericht  42 
  Rückvergütung  43 
  Verwendung des Jahresüberschusses  44 
  Deckung eines Jahresfehlbetrags  45 
 
 
VI. Liquidation  46 
 
VII. Bekanntmachungen  47 
 
VIII. Gerichtsstand  48 
 
IX.   Schlussbestimmungen  49 

I. FIRMA, SITZ, ZWECK UND GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

 

§ 1 Firma und Sitz

 

 

(1) Die Firma der Genossenschaft lautet:

 

BioEnergie Buch eG

 

(2) Der Sitz der Genossenschaft ist: Heubach-Buch

 

 

§ 2 Zweck und Gegenstand

 

(1) Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der

Mitglieder.

 

(2) Gegenstand des Unternehmens ist die

 

a) Planung, Erstellung und das Betreiben von Anlagen zur Verteilung von regenerativ

erzeugten Energien und die damit verbundenen Nebengeschäfte.

 

b) Bündelung des Einkaufs regenerativ erzeugter Energien für die Mitglieder

 

(3) Die Genossenschaft kann in allen Bereichen tätig werden, die einer umweltfreundlichen, nachhaltigen und innovativen Energieversorgung dienlich sind

 

(4) Die Genossenschaft kann Beteiligungen nach Maßgabe von § 1 Abs. 2 des

Genossenschaftsgesetzes übernehmen.

 

(5) Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist nicht zugelassen.

 

 

II. MITGLIEDSCHAFT

 

 

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

 

(1) Die Mitgliedschaft können erwerben:

 

a) natürliche Personen,

b) Personengesellschaften,

c) juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts

 

die ihren Wohnsitz, Sitz oder ihre Betriebsstätte in der Gemeinde Heubach-Buch haben. Durch Beschluss des Vorstands können auch natürliche Personen, Personen-

gesellschaften und juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts außerhalb der Gemeinde Heubach-Buch die Mitgliedschaft erwerben.

 

(2) Die Mitgliedschaft wird erworben durch a) eine von dem Beitretenden zu unterzeichnende unbedingte Erklärung des Beitritts und b) Zulassung durch den Vorstand.

 

(3) Das Mitglied ist unverzüglich in die Mitgliederliste (§ 17 Abs. 2 Buchstabe h der Satzung) einzutragen und hiervon unverzüglich zu benachrichtigen.

 

 

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

 

Die Mitgliedschaft endet durch

 

 Kündigung (§ 5 der Satzung)

 Übertragung des Geschäftsguthabens (§ 6 der Satzung)

 Tod (§ 7 der Satzung)

 Auflösung einer juristischen Person oder Personengesellschaft (§ 8 der Satzung)

 Ausschluss (§ 9 der Satzung)

 

 

§ 5 Kündigung

 

(1) Jedes Mitglied kann seine Mitgliedschaft zum Schluss eines Geschäftsjahres unter

Einhaltung einer Frist von zwei Jahren schriftlich kündigen.

 

 

(2) Ein Mitglied, das seinen Wohnsitz, Sitz oder seine Betriebstätte in dem in § 3 Abs.1 der Satzung genannten Gebiet aufgibt, kann seine Mitgliedschaft ohne Einhaltung der in Absatz 1 bezeichneten Frist zum Schluss des Geschäftsjahres schriftlich kündigen. Das Mitglied ist verpflichtet, über die Aufgabe des Wohnsitzes dem Vorstand eine Bescheinigung des Einwohnermeldeamtes vorzulegen.

 

 

§ 6 Übertragung des Geschäftsguthabens

 

(1) Ein Mitglied kann jederzeit, auch im Laufe des Geschäftsjahres, sein Geschäftsguthaben durch schriftlichen Vertrag einem anderen übertragen und hierdurch aus der Genossenschaft ohne Auseinandersetzung ausscheiden, sofern der Erwerber an seiner Stelle Mitglied wird. Ist der Erwerber bereits Mitglied, so ist die Übertragung des Geschäftsguthabens nur zulässig, sofern sein bisheriges Geschäftsguthaben nach Zuschreibung des Geschäftsguthabens des Veräußerers den zulässigen Gesamtbetrag der Geschäftsanteile, mit denen der Erwerber beteiligt ist oder sich beteiligt, nicht übersteigt.

 

(2) Ein Mitglied kann sein Geschäftsguthaben, ohne aus der Genossenschaft

auszuscheiden, teilweise übertragen und damit die Anzahl seiner Geschäftsanteile

verringern. Absatz 1 gilt entsprechend.

 

(3) Die Übertragung des Geschäftsguthabens bedarf außer in den Fällen des § 76

Abs. 2 des Genossenschaftsgesetzes der Zustimmung des Vorstands.

 

§ 7 Tod eines Mitglieds

 

Mit dem Tod scheidet ein Mitglied aus. Seine Mitgliedschaft geht auf den Erben über. Die Mitgliedschaft des Erben endet nicht mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem der Erbfall eingetreten ist, sondern wird fortgesetzt, wenn der Erbe die zum Erwerb der Mitgliedschaft erforderlichen Voraussetzungen nach § 3 Abs. 1 der Satzung erfüllt.

 

Wird ein Mitglied durch mehrere Erben beerbt, so endet die Mitgliedschaft der Erben am Schluss des Geschäftsjahres, das auf das Jahr folgt, in dem der Erbfall eingetreten ist, sofern die Erben untereinander die Mitgliedschaft nicht einem Miterben allein überlassen haben (§ 77 Abs. 2 des Genossenschaftsgesetzes).

 

§ 8 Auflösung einer juristischen Person oder Personengesellschaft

 

Wird eine juristische Person oder eine Personengesellschaft aufgelöst oder erlischt sie, so endet die Mitgliedschaft mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem die Auflösung oder das Erlöschen wirksam geworden ist. Im Fall der Gesamtrechtsnachfolge wird die Mitgliedschaft bis zum Schluss des Geschäftsjahres durch den Gesamtrechtsnachfolger fortgesetzt.

 

 

§ 9 Ausschluss

 

(1) Ein Mitglied kann aus der Genossenschaft zum Schluss des Geschäftsjahres

ausgeschlossen werden, wenn

 

a) es trotz schriftlicher Aufforderung unter Androhung des Ausschlusses den

satzungsmäßigen oder sonstigen der Genossenschaft gegenüber bestehenden

Verpflichtungen nicht nachkommt;

 

b) es unrichtige Jahresabschlüsse oder Vermögensübersichten einreicht oder sonst

unrichtige oder unvollständige Erklärungen über seine rechtlichen und/oder

wirtschaftlichen Verhältnisse abgibt;

 

c) es durch Nichterfüllung seiner Verpflichtungen gegenüber der Genossenschaft diese schädigt oder geschädigt hat;

 

d) es zahlungsunfähig geworden oder überschuldet ist oder wenn über sein Vermögen ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt wurde;

 

e) es seinen Wohnsitz, Sitz oder seine Betriebsstätte in dem in § 3 Abs. 1 der Satzung genannten Gebietes aufgibt, oder wenn sein dauernder Aufenthaltsort unbekannt ist;

 

f) die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Genossenschaft nicht vorhanden waren oder nicht mehr vorhanden sind;

 

g) sich sein Verhalten mit den Belangen der Genossenschaft nicht vereinbaren lässt.

 

(2) Für den Ausschluss ist der Vorstand zuständig. Mitglieder des Vorstands oder des

Aufsichtsrats können jedoch nur durch Beschluss der Generalversammlung ausgeschlossen werden.

 

(3) Vor der Beschlussfassung ist dem Auszuschließenden Gelegenheit zu geben, sich zu dem beabsichtigten Ausschluss zu äußern. Hierbei sind ihm die wesentlichen Tatsachen, auf denen der Ausschluss beruhen soll, sowie der satzungsmäßige Ausschließungsgrund mitzuteilen.

 

(4) Der Beschluss, durch den das Mitglied ausgeschlossen wird, hat die Tatsachen, auf denen der Ausschluss beruht, sowie den satzungsmäßigen Ausschließungsgrund

anzugeben.

 

(5) Der Beschluss ist dem Ausgeschlossenen von dem Vorstand unverzüglich durch

eingeschriebenen Brief mitzuteilen. Von der Absendung des Briefes an kann das Mitglied nicht mehr an der Generalversammlung teilnehmen, noch die Einrichtungen der Genossenschaft benutzen, sowie Mitglied des Vorstands oder Aufsichtsrats sein.

 

(6) Der Ausgeschlossene kann, wenn nicht die Generalversammlung den Ausschluss

beschlossen hat, innerhalb eines Monats seit der Absendung des Briefes Beschwerde beim Aufsichtsrat einlegen. Die Beschwerdeentscheidung des Aufsichtsrats ist genossenschaftsintern endgültig.

 

(7) Es bleibt dem Ausgeschlossenen unbenommen, gegen den Ausschluss den ordentlichen Rechtsweg zu beschreiten. Der ordentliche Rechtsweg ist jedoch ausgeschlossen, wenn das Mitglied von der Beschwerdemöglichkeit gemäß Absatz 6 keinen Gebrauch gemacht hat.

 

§ 10 Auseinandersetzung

 

(1) Für die Auseinandersetzung zwischen dem ausgeschiedenen Mitglied und der

Genossenschaft ist der festgestellte Jahresabschluss maßgebend; Verlustvorträge sind nach dem Verhältnis der Geschäftsanteile zu berücksichtigen. Im Fall der Übertragung des Geschäftsguthabens (§ 6 der Satzung) sowie im Falle der Fortsetzung der Mitgliedschaft im Erbfall (§ 7 Satz 3 der Satzung) findet eine Auseinandersetzung nicht statt.

 

(2) Dem ausgeschiedenen Mitglied ist das Auseinandersetzungsguthaben binnen 6 Monaten nach dem Ausscheiden auszuzahlen. Die Genossenschaft ist berechtigt, bei der Auseinandersetzung die ihr gegen das ausgeschiedene Mitglied zustehenden fälligen Forderungen gegen das auszuzahlende Guthaben aufzurechnen. Auf die Rücklagen und das sonstige Vermögen der Genossenschaft hat das Mitglied keinen Anspruch.

 

(3) Der Genossenschaft haftet das Auseinandersetzungsguthaben des Mitglieds als Pfand für einen etwaigen Ausfall insbesondere im Insolvenzverfahren des Mitglieds.

 

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend für die Auseinandersetzung bei der Kündigung einzelner Geschäftsanteile.

 

§ 11 Rechte der Mitglieder

 

Jedes Mitglied hat das Recht nach Maßgabe des Genossenschaftsgesetzes und der

Satzung die Leistungen der Genossenschaft in Anspruch zu nehmen und an der Gestaltung der Genossenschaft mitzuwirken. Es hat insbesondere das Recht,

 

a) die Einrichtungen der Genossenschaft nach Maßgabe der dafür getroffenen

Bestimmungen zu benutzen;

 

b) an der Generalversammlung, an ihren Beratungen, Abstimmungen und Wahlen teilzunehmen und dort Auskünfte über Angelegenheiten der Genossenschaft zu verlangen, soweit dem § 34 der Satzung nicht entgegensteht;

 

c) Anträge für die Tagesordnung der Generalversammlung gemäß § 28 Abs. 4 der Satzung einzureichen;

 

d) Anträge auf Berufung einer außerordentlichen Generalversammlung gemäß § 28 Abs. 2 der Satzung einzureichen;

 

e) an den satzungsgemäß beschlossenen Ausschüttungen teilzunehmen;

 

f) rechtzeitig vor Feststellung des Jahresabschlusses durch die Generalversammlung eine Abschrift des Jahresabschlusses, des Lageberichts, soweit dieser gesetzlich erforderlich ist, und des Berichtes des Aufsichtsrats hierzu zu verlangen;

 

g) die Niederschrift über die Generalversammlung einzusehen;

 

h) die Mitgliederliste einzusehen;

 

i) das zusammengefasste Ergebnis des Prüfungsberichts einzusehen.

 

 

§ 12 Pflichten der Mitglieder

 

Jedes Mitglied hat die Pflicht, das Interesse der Genossenschaft zu wahren. Das Mitglied hat insbesondere

 

a) den Bestimmungen des Genossenschaftsgesetzes, der Satzung und den Beschlüssen der Generalversammlung nachzukommen;

 

b) der Genossenschaft jede Änderung seiner Anschrift und seines Namens bzw. seiner Firma mitzuteilen;

 

c) auf Anforderung die für die Genossenschaft erforderlichen Unterlagen einzureichen, insbesondere seine Jahresabschlüsse vorzulegen. Die Auskünfte werden von der Genossenschaft vertraulich behandelt;

 

d) der Genossenschaft jede Änderung der Rechtsform und der Inhaberverhältnisse seines Unternehmens unverzüglich mitzuteilen;

 

e) als genossenschaftlicher Hausbesitzer in Heubach-Buch ein Eintrittsgeld zu zahlen, wenn dessen Höhe und Einzahlungsweise von der Generalversammlung festgesetzt ist.

 

 

III. ORGANE DER GENOSSENSCHAFT

 

 

§ 13 Organe der Genossenschaft

 

Die Organe der Genossenschaft sind:

 

A. DER VORSTAND

B. DER AUFSICHTSRAT

C. DIE GENERALVERSAMMLUNG

 

A. DER VORSTAND

 

 

§ 14 Leitung der Genossenschaft

 

(1) Der Vorstand leitet die Genossenschaft in eigener Verantwortung.

 

(2) Der Vorstand führt die Geschäfte der Genossenschaft gemäß den Vorschriften der Gesetze, insbesondere des Genossenschaftsgesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand.

 

(3) Der Vorstand vertritt die Genossenschaft gerichtlich und außergerichtlich nach Maßgabe des § 16 der Satzung. 9

 

 

§ 15 Zusammensetzung und Dienstverhältnis

 

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Personen. Sie müssen Mitglied der

Genossenschaft sein.

 

(2) Die Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Der Aufsichtsrat ist für den Abschluss, die Änderung sowie die Beendigung von Dienstverträgen mit Vorstandsmitgliedern zuständig. Die Erklärungen des Aufsichtsrats werden durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats abgegeben, im Falle seiner Verhinderung durch seinen Stellvertreter. Die Beendigung des Dienstverhältnisses hat die Aufhebung der Organstellung zum Zeitpunkt des Ausscheidens zur Folge.

 

(3) Die Bestellung nichthauptamtlicher Vorstandsmitglieder ist auf drei Jahre befristet. Wiederbestellung ist zulässig.

 

 

§ 16 Vertretung

 

(1) Die Genossenschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein

Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der

Aufsichtsrat kann einzelne oder alle Vorstandsmitglieder von dem Verbot der Mehrvertretung des § 181 Alternative 2 BGB befreien, ihnen also die Befugnis erteilen, bei allen Rechtshandlungen, welche die Genossenschaft mit oder gegenüber Dritten vornimmt, zugleich als Vertreter Dritter zu handeln.

 

(2) Die Erteilung von Prokura, Handlungsvollmacht und sonstigen Vollmachten zur rechtsgeschäftlichen Vertretung ist zulässig. Näheres regelt die Geschäftsordnung für den Vorstand.

 

 

§ 17 Aufgaben und Pflichten des Vorstands

 

(1) Die Vorstandsmitglieder haben bei ihrer Geschäftsführung die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einer Genossenschaft anzuwenden. Über vertrauliche Angaben und Geheimnisse, namentlich Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, die ihnen durch die Tätigkeit im Vorstand bekannt geworden sind, haben sie Stillschweigen zu bewahren.

 

(2) Der Vorstand hat insbesondere

 

a) die Geschäfte entsprechend Zweck und Gegenstand der Genossenschaft

ordnungsgemäß zu führen;

 

b) die für den ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb notwendigen personellen und sachlichen Maßnahmen rechtzeitig zu planen und durchzuführen;

 

c) sicherzustellen, dass Leistungen ordnungsgemäß erbracht und die Mitglieder sachgemäß betreut werden;

 

d) eine Geschäftsordnung nach Anhörung des Aufsichtsrats aufzustellen, die vom Vorstand einstimmig zu beschließen und von allen Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen ist;

 

e) für eine ordnungsgemäße Buchführung und ein zweckdienliches Rechnungswesen zu sorgen;

 

f) ordnungsgemäße Inventuren vorzunehmen, ein Inventarverzeichnis zum Ende des Geschäftsjahres aufzustellen und unverzüglich dem Aufsichtsrat vorzulegen;

 

g) spätestens innerhalb von fünf Monaten nach Ende des Geschäftsjahres den Jahresabschluss und Lagebericht, soweit dieser gesetzlich erforderlich ist, aufzustellen, dem Aufsichtsrat unverzüglich und sodann mit dessen Bemerkungen der Generalversammlung zur Feststellung des Jahresabschlusses vorzulegen;

 

h) über die Zulassung des Mitgliedschaftserwerbs und über die Beteiligung mit weiteren Geschäftsanteilen zu entscheiden, die Mitgliederliste nach Maßgabe des Genossenschaftsgesetzes zu führen sowie für die ihm nach Genossenschaftsgesetz obliegenden Anmeldungen und Anzeigen Sorge zu tragen;

 

i) dem gesetzlichen Prüfungsverband Einberufung, Termin, Tagesordnung und Anträge für die Generalversammlung rechtzeitig anzuzeigen;

 

j) im Prüfungsbericht festgestellte Mängel abzustellen und dem gesetzlichen

Prüfungsverband hierüber zu berichten;

 

k) dem gesetzlichen Prüfungsverband von beabsichtigten Satzungsänderungen rechtzeitig Mitteilung zu machen.

 

(3) Vorstandsmitglieder, die ihre Pflicht verletzen, sind der Genossenschaft zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens als Gesamtschuldner verpflichtet. Ist streitig, ob sie die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einer Genossenschaft angewandt haben, so trifft sie die Beweislast.

 

 

§ 18 Berichterstattung gegenüber dem Aufsichtsrat

 

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat mindestens halbjährlich, auf Verlangen auch in kürzeren Abständen, u.a. vorzulegen

 

a) eine Übersicht über die geschäftliche Entwicklung der Genossenschaft im abgelaufenen Zeitraum;

 

b) eine Aufstellung über die Gesamtverbindlichkeiten der Genossenschaft einschließlich der Wechselverpflichtungen und des Bürgschaftsobligos;

 

c) eine Übersicht über die von der Genossenschaft gewährten Kredite;

 

d) einen Unternehmensplan, aus dem insbesondere der Investitions- und der Kapitalbedarf hervorgeht;

 

e) einen Bericht über besondere Vorkommnisse; hierüber ist vorab erforderlichenfalls unverzüglich der Vorsitzende des Aufsichtsrats zu verständigen.

 

 

§ 19 Willensbildung

 

(1) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder mitwirkt. Er fasst seine Beschlüsse mit Mehrheit der gültig abgegebenen Stimmen; im Falle des § 17 Abs. 2 Buchstabe d der Satzung ist Einstimmigkeit erforderlich. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

 

(2) Beschlüsse, die über den regelmäßigen Geschäftsbetrieb hinausgehen, sind zu Beweiszwecken zu protokollieren. Die Protokolle sind fortlaufend zu nummerieren und von den an der Beschlussfassung beteiligten Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen.

 

(3) Wird über geschäftliche Angelegenheiten der Genossenschaft beraten, die die Interessen des Vorstandsmitglieds, seines Ehegatten, seiner Eltern, Kinder und Geschwister oder einer von ihm kraft Gesetzes oder Vollmacht vertretenen Person berühren, so darf das betroffene Vorstandsmitglied an der Beratung und Abstimmung nicht teilnehmen. Das Vorstandsmitglied ist jedoch vor der Beschlussfassung zu hören.

 

 

§ 20 Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats

 

Die Mitglieder des Vorstands sind berechtigt, an den Sitzungen des Aufsichtsrats

teilzunehmen. Durch Beschluss des Aufsichtsrats kann die Teilnahme ausgeschlossen

werden. In den Sitzungen des Aufsichtsrats hat der Vorstand die erforderlichen Auskünfte über geschäftliche Angelegenheiten zu erteilen.

 

 

§ 21 Kredit an Vorstandsmitglieder

 

Die Gewährung von Krediten oder anderen wirtschaftlichen Vorteilen an Mitglieder des Vorstands bedürfen nach § 39 Abs. 2 des Genossenschaftsgesetzes der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

 

 

 

 

B. DER AUFSICHTSRAT

 

 

§ 22 Zusammensetzung und Wahl

 

(1) Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die von der General-

versammlung gewählt werden; in diesem Rahmen bestimmt sie auch die konkrete Zahl der Aufsichtsratsmitglieder. Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen persönlich Mitglied der Genossenschaft sein.

 

(2) Aufsichtsratsmitglieder dürfen nicht zugleich Vorstandsmitglieder, dauernde Stellvertreter der Vorstandsmitglieder, Prokuristen oder zum Betrieb des gesamten Geschäfts ermächtigte Handlungsbevollmächtigte der Genossenschaft sein.

 

(3) Für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder gilt § 33 der Satzung.

 

(4) Die Aufsichtsratsmitglieder werden von der Generalversammlung für 3 Jahre gewählt. Ihre Amtszeit beginnt mit dem Schluss der Generalversammlung, die die Wahl vorgenommen hat und endet am Schluss der Generalversammlung, die für das dritte Geschäftsjahr nach der Wahl stattfindet. Hierbei wird das Geschäftsjahr, in welchem das Aufsichtsratsmitglied gewählt wird, mitgerechnet. Wiederwahl ist zulässig.

 

(5) Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Schriftführer sowie für beide Stellvertreter. Der Aufsichtsrat ist befugt, zu jeder Zeit über die Amtsverteilung neu zu beschließen.

 

(6) Scheiden Mitglieder im Laufe ihrer Amtszeit aus, so besteht der Aufsichtsrat bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung, in der die Ersatzwahlen vorgenommen werden, nur aus den verbliebenen Mitgliedern. Eine frühere Ersatzwahl durch eine außerordentliche Generalversammlung ist nur dann erforderlich, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter die gesetzliche Mindestzahl von drei herabsinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Mitglieds.

 

(7) Mitglieder des Aufsichtsrats scheiden aus dem Aufsichtsrat aus, wenn sie das 75.

Lebensjahr vollendet haben. Als Zeitpunkt des Ausscheidens gilt das Ende der

nächstfolgenden ordentlichen Generalversammlung.

 

(8) Aus dem Vorstand ausgeschiedene Mitglieder können erst in den Aufsichtsrat gewählt werden, wenn sie für ihre gesamte Vorstandstätigkeit entlastet worden sind.

 

 

§ 23 Aufgaben und Pflichten des Aufsichtsrats

 

(1) Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands zu überwachen und sich zu diesem Zweck über die Angelegenheiten der Genossenschaft zu unterrichten. Er kann jederzeit hierüber Berichterstattung vom Vorstand verlangen und selbst oder durch einzelne von ihm zu bestimmende Mitglieder die Bücher und Schriften der Genossenschaft sowie den Kassenbestand und die Bestände an Wertpapieren und Waren einsehen und prüfen. Auch ein einzelnes Mitglied des Aufsichtsrats kann Auskünfte, jedoch nur an den Aufsichtsrat, verlangen.

 

(2) Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, soweit dieser gesetzlich erforderlich ist, und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung eines Jahresüberschusses oder für die Deckung eines Jahresfehlbetrags zu prüfen. Er hat sich darüber zu äußern und der Generalversammlung vor Feststellung des Jahresabschlusses Bericht zu erstatten. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats hat den Inhalt des Prüfungsberichts zur Kenntnis zu nehmen.

 

(3) Der Aufsichtsrat vertritt die Genossenschaft gegenüber den Vorstandsmitgliedern

gerichtlich und außergerichtlich.

 

(4) Der Aufsichtsrat kann zur Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Pflichten aus seiner Mitte Ausschüsse bilden und sich der Hilfe von Sachverständigen auf Kosten der Genossenschaft bedienen. Soweit der Aufsichtsrat Ausschüsse bildet, bestimmt er, ob diese beratende oder entscheidende Befugnis haben; außerdem bestimmt er die Zahl der Ausschussmitglieder. Ein Ausschuss muss mindestens aus drei Personen bestehen. Ein Ausschuss ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Für die Beschlussfassung gilt ergänzend § 25 der Satzung.

 

(5) Der Aufsichtsrat kann sich eine Geschäftsordnung geben. Ein Exemplar der Geschäftsordnung ist jedem Mitglied des Aufsichtsrats gegen Empfangsbescheinigung auszuhändigen.

 

(6) Die Aufsichtsratsmitglieder haben bei ihrer Tätigkeit die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Aufsichtsratsmitgliedes einer Genossenschaft anzuwenden. Sie haben über alle vertraulichen Angaben und Geheimnisse der Genossenschaft sowie der Mitglieder und Kunden, die ihnen durch die Tätigkeit im Aufsichtsrat bekannt geworden sind, Stillschweigen zu bewahren. Aufsichtsratsmitglieder, die ihre Pflichten verletzen, sind der Genossenschaft zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens als Gesamtschuldner verpflichtet. Ist streitig, ob sie die Sorgfaltspflichten eingehalten haben, so trifft sie die Beweislast.

 

(7) Die Aufsichtsratsmitglieder dürfen keine nach dem Geschäftsergebnis bemessene

Vergütung (zum Beispiel Tantieme) beziehen. Dagegen kann neben dem Ersatz der

Auslagen eine Aufsichtsratsvergütung gewährt werden, über die die Generalversammlung beschließt.

 

(8) Die Beschlüsse des Aufsichtsrates vollzieht der Aufsichtsratsvorsitzende, bei dessen Verhinderung sein Stellvertreter.

 

 

§ 24 Gemeinsame Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat

zustimmungsbedürftige Angelegenheiten

 

(1) Über die Grundsätze der Geschäftspolitik beschließen Vorstand und Aufsichtsrat nach gemeinsamer Beratung und durch getrennte Abstimmung.

 

(2) Folgende Angelegenheiten bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats:

 

a) der Erwerb, die Bebauung, die Belastung und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten; ausgenommen ist der Erwerb von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten zur Rettung eigener Forderungen;

 

b) der Erwerb und die Veräußerung von dauernden Beteiligungen;

 

c) der Abschluss von Verträgen mit besonderer Bedeutung, insbesondere von solchen Verträgen, durch die wiederkehrende Verpflichtungen in erheblichem Umfange für die Genossenschaft begründet werden;

 

d) die Ausschüttung einer Rückvergütung (§ 43 der Satzung);

 

e) die Verwendung von Rücklagen gemäß § 39 der Satzung;

 

f) der Beitritt zu und der Austritt aus Organisationen und Verbänden;

 

g) die Festlegung des Tagungsorts der Generalversammlung;

 

h) Erteilung und Widerruf der Prokura;

 

i) die Hereinnahme von Genussrechtskapital, die Begründung nachrangiger

Verbindlichkeiten und stiller Beteiligungen.

 

(3) Gemeinsame Sitzungen werden von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, im Verhinder ungsfall von dessen Stellvertreter einberufen. Für die Einberufung gilt § 25 Abs. 1 und 3 der Satzung entsprechend.

 

(4) Den Vorsitz in den gemeinsamen Sitzungen führen wechselweise der Vorsitzende des Aufsichtsrats, bzw. dessen Stellvertreter und ein Mitglied des Vorstands, bzw. dessen Stellvertreter, falls nichts anderes beschlossen wird.

 

(5) Vorstand und Aufsichtsrat sind beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder des Vorstands und mehr als die Hälfte der Mitglieder des Aufsichtsrats, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, anwesend sind.

 

(6) Ein Antrag ist abgelehnt, wenn er nicht die Mehrheit sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat findet.

 

(7) Beschlüsse sind zu Beweiszwecken in einem gemeinsamen Protokoll festzuhalten; das Ergebnis der getrennten Abstimmung ist hierbei festzuhalten; ergänzend gelten § 19 Abs. 2 und § 25 Abs. 6 der Satzung entsprechend.

 

 

§ 25 Konstituierung, Beschlussfassung

 

(1) Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr mindestens zwei Sitzungen abzuhalten. Außerdem hat der Vorsitzende eine Sitzung unter Mitteilung der Tagesordnung einzuberufen, sooft dies im Interesse der Genossenschaft notwendig erscheint oder wenn es der Vorstand oder die Hälfte der Aufsichtsratsmitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt. Wird diesem Verlangen nicht entsprochen, so können die Antragsteller unter Mitteilung des Sachverhalts selbst den Aufsichtsrat einberufen.

 

(2) Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden durch seinen Vorsitzenden, im Verhinderungsfalle durch dessen Stellvertreter einberufen. Solange ein Vorsitzender und ein Stellvertreter nicht gewählt sind, werden die Aufsichtsratssitzungen durch das an Lebensjahren älteste Aufsichtsratsmitglied einberufen.

 

(3) Die Einberufung hat in Textform unter Mitteilung der Tagesordnung mindestens zwei Wochen vor dem Tag der Aufsichtsratssitzung zu erfolgen. In dringenden Fällen kann der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder sein Stellvertreter die Frist auf mindestens eine Woche verkürzen.

 

(4) Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mit Mehrheit der gültig abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden nicht mitgerechnet. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt; bei Wahlen entscheidet bei Stimmengleichheit das Los; § 33 der Satzung gilt entsprechend.

 

(5) Eine Beschlussfassung ist in dringenden Fällen auch ohne Einberufung einer Sitzung im Wege schriftlicher Abstimmung oder durch andere Fernkommunikationsmedien zulässig, wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder sein Stellvertreter eine solche Beschlussfassung veranlasst und kein Mitglied des Aufsichtsrats diesem Verfahren widerspricht.

 

(6) Beschlüsse sind zu Beweiszwecken zu protokollieren. Die Protokolle sind fortlaufend zu nummerieren und vom Aufsichtsratsvorsitzenden oder dessen Stellvertreter und vom Schriftführer oder dessen Stellvertreter zu unterzeichnen.

 

(7) Wird über geschäftliche Angelegenheiten der Genossenschaft beraten, die die Interessen eines Aufsichtsratsmitgliedes, seines Ehegatten, seiner Eltern, Kinder und Geschwister oder einer von ihm kraft Gesetzes oder Vollmacht vertretenen Person berühren, so darf das betroffene Aufsichtsratsmitglied an der Beratung und Abstimmung nicht teilnehmen. Das Aufsichtsratsmitglied ist jedoch vor der Beschlussfassung zu hören.

 

 

C. DIE GENERALVERSAMMLUNG

 

 

§ 26 Ausübung der Mitgliedsrechte

 

(1) Die Mitglieder üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Genossenschaft in der Generalversammlung aus. Sie sollen ihre Rechte persönlich ausüben.

 

(2) Jedes Mitglied hat eine Stimme.

 

(3) Geschäftsunfähige, beschränkt geschäftsfähige sowie juristische Personen und

Personengesellschaften üben ihr Stimmrecht durch den gesetzlichen Vertreter bzw. zur Vertretung ermächtigte Gesellschafter aus.

 

(4) Mitglieder oder deren gesetzliche Vertreter bzw. zur Vertretung ermächtigte

Gesellschafter können sich durch Bevollmächtigte vertreten lassen (§ 43 Abs. 5 des

Genossenschaftsgesetzes). Mehrere Erben eines verstorbenen Mitglieds (§ 7 der Satzung) können das Stimmrecht nur durch einen gemeinschaftlichen Bevollmächtigten ausüben. Ein Bevollmächtigter kann nicht mehr als zwei Mitglieder vertreten. Bevollmächtigte können nur Mitglieder der Genossenschaft, Ehegatten, Eltern, Kinder oder Geschwister eines Mitglieds sein oder müssen zum Vollmachtgeber in einem Gesellschafts- oder Anstellungsverhältnis stehen. Personen, an die die Mitteilung über den Ausschluss abgesandt ist (§ 9 Abs. 5 der Satzung), sowie Personen, die sich geschäftsmäßig zur Ausübung des Stimmrechts erbieten, können nicht bevollmächtigt werden.

 

(5) Stimmberechtigte gesetzliche bzw. ermächtigte Vertreter oder Bevollmächtigte müssen ihre Vertretungsbefugnis auf Verlangen des Versammlungsleiters schriftlich nachweisen.

 

(6) Niemand kann für sich oder einen anderen das Stimmrecht ausüben, wenn darüber Beschluss gefasst wird, ob er oder das vertretene Mitglied zu entlasten oder von einer Verbindlichkeit zu befreien ist, oder ob die Genossenschaft gegen ihn oder das vertretene Mitglied einen Anspruch geltend machen soll. Er ist jedoch vor Beschlussfassung zu hören.

 

 

§ 27 Frist und Tagungsort

 

(1) Die ordentliche Generalversammlung hat innerhalb der ersten sechs Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres stattzufinden.

 

(2) Außerordentliche Generalversammlungen können nach Bedarf einberufen werden.

 

(3) Die Generalversammlung findet am Sitz der Genossenschaft statt, soweit nicht Vorstand und Aufsichtsrat einen anderen Tagungsort festlegen.

 

 

§ 28 Einberufung und Tagesordnung

 

(1) Die Generalversammlung wird in der Regel durch den Aufsichtsrat, vertreten durch dessen Vorsitzenden, einberufen. Das gesetzliche Recht des Vorstands auf Einberufung der Generalversammlung wird dadurch nicht berührt.

 

(2) Eine außerordentliche Generalversammlung ist einzuberufen, wenn mindestens der zehnte Teil der Mitglieder dies in einem Antrag in Textform unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt.

 

(3) Die Generalversammlung wird durch unmittelbare Benachrichtigung sämtlicher Mitglieder in Textform oder durch Bekanntmachung in dem in § 47 der Satzung vorgesehenen Blatt einberufen unter Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen, die zwischen dem Tage des Zugangs (Absatz 7) bzw. der Veröffentlichung der Einberufung und dem Tage der Generalversammlung liegen muss. Bei der Einberufung ist die Tagesordnung bekanntzumachen.

 

(4) Die Tagesordnung wird von dem Organ festgesetzt, das die Generalversammlung

einberuft. Gegenstände sind zur Beschlussfassung anzukündigen, wenn mindestens der zehnte Teil der Mitglieder dies in einem Antrag in Textform unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt.

 

(5) Über die Gegenstände, deren Verhandlung nicht so rechtzeitig angekündigt ist, dass mindestens eine Woche zwischen dem Zugang der Ankündigung (Absatz 7) und dem Tage der Generalversammlung liegen, können Beschlüsse nicht gefasst werden; hiervon sind jedoch Beschlüsse über den Ablauf der Versammlung sowie über Anträge auf Berufung einer außerordentlichen Generalversammlung ausgenommen.

 

(6) Zu Anträgen und Verhandlungen ohne Beschlussfassung bedarf es der Ankündigung nicht.

 

(7) In den Fällen der Absätze 3 und 5 gelten die entsprechenden Mitteilungen als

zugegangen, wenn sie zwei Tage vor Beginn der Frist abgesendet worden sind.

 

 

§ 29 Versammlungsleitung

 

Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder sein Stellvertreter. Sofern die Generalversammlung durch den Vorstand einberufen worden ist, führt ein Mitglied des Vorstandes den Vorsitz. Durch Beschluss kann der Vorsitz einem anderen Mitglied der Genossenschaft oder einem Vertreter des gesetzlichen Prüfungsverbands übertragen werden. Der Vorsitzende der Generalversammlung ernennt einen Schriftführer und die erforderlichen Stimmenzähler.

 

 

§ 30 Gegenstände der Beschlussfassung

 

Der Beschlussfassung der Generalversammlung unterliegen neben den in dieser Satzung

bezeichneten sonstigen Angelegenheiten insbesondere

 

a) Änderung der Satzung;

 

b) Auflösung der Genossenschaft;

 

c) Fortsetzung der Genossenschaft nach beschlossener Auflösung;

 

d) Verschmelzung und Spaltung der Genossenschaft nach den Vorschriften des

Umwandlungsgesetzes;

 

e) Austritt aus genossenschaftlichen Verbänden und Vereinigungen;

 

f) Widerruf der Bestellung von Mitgliedern des Aufsichtsrats;

 

g) Ausschluss von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aus der Genossenschaft;

 

h) Feststellung des Jahresabschlusses, Verwendung des Jahresüberschusses oder

Deckung des Jahresfehlbetrages sowie der Umfang der Bekanntgabe des

Prüfungsberichts;

 

i) Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrats;

 

j) Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrats und Festsetzung ihrer Vergütungen;

 

k) Wahl eines Bevollmächtigten gemäß § 39 Abs. 3 des Genossenschaftsgesetzes im Falle der Führung von Prozessen gegen Aufsichtsratsmitglieder;

 

l) Festsetzung der Beschränkungen bei Kreditgewährung gemäß § 49 des Genossen-

schaftsgesetzes;

 

m) Festsetzung eines Eintrittsgeldes;

 

n) Formwechsel der Genossenschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.

 

 

§ 31 Mehrheitserfordernisse

 

(1) Die Beschlüsse der Generalversammlung bedürfen der einfachen Mehrheit der gültig abgegebenen Stimmen, soweit nicht das Gesetz oder diese Satzung eine größere Mehrheit vorschreibt.

 

(2) Eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen ist in den in § 30 Buchstabe a) bis Buchstabe g) der Satzung genannten Fällen erforderlich.

 

(3) Bei der Beschlussfassung über den Formwechsel der Genossenschaft ist über die

gesetzlichen Vorschriften hinaus die Anwesenheit von zwei Dritteln aller Mitglieder in einer nur zu diesem Zweck einberufenen Generalversammlung erforderlich. Wenn diese Mitgliederzahl in der Versammlung, die über den Formwechsel der Genossenschaft beschließt, nicht erreicht ist, kann jede weitere Versammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder innerhalb des gleichen Geschäftsjahres über den Formwechsel der Genossenschaft beschließen. Der Beschluss bedarf der Mehrheit von neun Zehntel der gültig abgegebenen Stimmen.

 

(4) Vor der Beschlussfassung über die Verschmelzung, die Spaltung oder den Formwechsel nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes, sowie vor der Beschlussfassung über die Fortsetzung der aufgelösten Genossenschaft ist der Prüfungsverband zu hören. Ein Gutachten des Prüfungsverbandes ist vom Vorstand rechtzeitig zu beantragen und in der Generalversammlung zu verlesen.

 

 

§ 32 Entlastung

 

Über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ist getrennt abzustimmen; hierbei haben weder die Mitglieder des Vorstands noch des Aufsichtsrats ein Stimmrecht.

 

 

§ 33 Abstimmung und Wahlen

 

(1) Abstimmungen und Wahlen erfolgen in der Generalversammlung durch Handzeichen.

Abstimmungen oder Wahlen müssen geheim mit Stimmzettel durchgeführt werden, wenn der Vorstand, der Aufsichtsrat oder die Mehrheit der bei einer Beschlussfassung hierüber gültig abgegebenen Stimmen es verlangt.

 

(2) Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt; bei Wahlen entscheidet in diesem Fall das Los.

 

(3) Bei der Feststellung des Stimmverhältnisses werden nur die abgegebenen Stimmen gezählt; Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden dabei nicht berücksichtigt.

 

(4) Wird eine Wahl mit Handzeichen durchgeführt, so ist für jedes zu vergebende Mandat ein besonderer Wahlgang erforderlich. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhalten hat. Sind nicht mehr Kandidaten vorgeschlagen, als Mandate neu zu besetzen sind, so kann gemeinsam (en bloc) über die Kandidaten abgestimmt werden, sofern dem nicht widersprochen wird.

 

(5) Wird eine Wahl mit Stimmzettel durchgeführt, so hat jeder Wahlberechtigte so viele Stimmen, wie Mandate zu vergeben sind. Der Wahlberechtigte bezeichnet auf dem Stimmzettel die Bewerber, denen er seine Stimme geben will; auf einen Bewerber kann dabei nur eine Stimme entfallen. Gewählt sind die Bewerber, die die meisten Stimmen erhalten.

 

(6) Der Gewählte hat unverzüglich gegenüber der Genossenschaft zu erklären, ob er die

Wahl annimmt.

 

 

§ 34 Auskunftsrecht

 

(1) Jedem Mitglied ist auf Verlangen in der Generalversammlung Auskunft über

Angelegenheiten der Genossenschaft zu geben, soweit das zur sachgemäßen Beurteilung

des Gegenstandes der Tagesordnung erforderlich ist. Die Auskunft erteilt der Vorstand oder

der Aufsichtsrat.

 

(2) Die Auskunft darf verweigert werden, soweit

 

a) die Erteilung der Auskunft nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, der Genossenschaft einen nicht unerheblichen Nachteil zuzufügen;

 

b) sich die Frage auf die Einkaufsbedingungen der Genossenschaft und deren Kalkulationsgrundlagen bezieht;

 

c) die Frage steuerliche Wertansätze betrifft;

 

d) die Erteilung der Auskunft strafbar wäre oder eine gesetzliche, satzungsmäßige oder vertragliche Geheimhaltungspflicht verletzt würde;

 

e) das Auskunftsverlangen die persönlichen oder geschäftlichen Verhältnisse eines Dritten betrifft;

 

f) es sich um arbeitsvertragliche Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Mitarbeitern der Genossenschaft handelt.

 

 

§ 35 Protokoll

 

(1) Die Beschlüsse der Generalversammlung sind zu Beweiszwecken zu protokollieren. Die Protokolle sind fortlaufend zu nummerieren. Die Protokollierung ist nicht Voraussetzung für die Rechtswirksamkeit der Beschlüsse.

 

(2) Die Protokollierung muss spätestens innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Dabei sollen Ort und Tag der Versammlung, Name des Versammlungsleiters sowie Art und Ergebnis der Abstimmungen und die Feststellung des Versammlungsleiters über die Beschlussfassung angegeben werden. Das Protokoll muss von dem Vorsitzenden der Generalversammlung, dem Schriftführer und den Vorstandsmitgliedern, die an der Generalversammlung teilgenommen haben, unterschrieben werden. Dem Protokoll sind die Belege über die Einberufung als Anlagen beizufügen.

 

(3) Dem Protokoll ist in den Fällen des § 47 Abs. 3 des Genossenschaftsgesetzes ein

Verzeichnis der erschienenen oder vertretenen Mitglieder und der Vertreter der Mitglieder beizufügen. Bei jedem erschienenen oder vertretenen Mitglied ist dessen Stimmenzahl zu vermerken.

 

(4) Das Protokoll ist mit den dazugehörenden Anlagen aufzubewahren. Die Einsichtnahme in das Protokoll ist jedem Mitglied der Genossenschaft zu gestatten.

 

 

§ 36 Teilnahmerecht der Verbände

 

Vertreter des Prüfungsverbandes können an jeder Generalversammlung beratend teilnehmen.

 

 

 

IV. EIGENKAPITAL UND NACHSCHUSSPFLICHT

 

 

§ 37 Geschäftsanteil, Geschäftsguthaben und Mindestkapital

 

(1) Der Geschäftsanteil beträgt 300,00. €.

 

(2) Der Geschäftsanteil ist sofort voll einzuzahlen.

 

 

(3) Die auf den Geschäftsanteil geleisteten Einzahlungen zuzüglich sonstiger Gutschriften und abzüglich zur Verlustdeckung abgeschriebener Beträge bilden das Geschäftsguthaben eines Mitglieds.

 

(5) Das Geschäftsguthaben darf, solange das Mitglied nicht ausgeschieden ist, von der Genossenschaft nicht ausgezahlt, nicht aufgerechnet oder im geschäftlichen Betrieb der Genossenschaft als Sicherheit verwendet werden. Eine geschuldete Einzahlung darf nicht erlassen werden; gegen diese kann das Mitglied nicht aufrechnen.

 

(6) Die Abtretung oder Verpfändung des Geschäftsguthabens an Dritte ist unzulässig und der Genossenschaft gegenüber unwirksam. Eine Aufrechnung des Geschäftsguthabens durch das Mitglied gegen seine Verbindlichkeiten gegenüber der Genossenschaft ist nicht gestattet. Für das Auseinandersetzungsguthaben gilt § 10 der Satzung.

 

 

§ 38 Gesetzliche Rücklage

 

(1) Die gesetzliche Rücklage dient nur zur Deckung von Bilanzverlusten.

 

(2) Sie wird gebildet durch eine jährliche Zuweisung von mindestens 10 Prozent des

Jahresüberschusses zuzüglich eines eventuellen Gewinnvortrages bzw. abzüglich eines eventuellen Verlustvortrages, solange die Rücklage 1 Prozent der Bilanzsumme nicht erreicht.

 

 

§ 39 Andere Ergebnisrücklagen

 

Neben der gesetzlichen Rücklage kann eine weitere Ergebnisrücklage gebildet werden. Über ihre Verwendung beschließen Vorstand und Aufsichtsrat in gemeinsamer Sitzung (§ 24 der Satzung). Der Generalversammlung verbleibt das Recht, sie zur Deckung von Bilanzverlusten zu verwenden (§ 45 der Satzung).

 

 

§ 40 Nachschusspflicht

 

Eine Nachschusspflicht der Mitglieder besteht nicht.

 

 

 

V. RECHNUNGSWESEN

 

 

§ 41 Geschäftsjahr

 

(1) Das Geschäftsjahr ist das Heizwirtschaftsjahr vom 01.07. bis 30.06. des Folgejahres.

 

(2) Das erste Geschäftsjahr beginnt spätestens mit der Eintragung der Genossenschaft, hilfsweise mit dem Rumpfgeschäftsjahr ab dem Gründungstag und endet am 30. Juni 2014.

 

 

§ 42 Jahresabschluss und Lagebericht

 

(1) Der Vorstand hat innerhalb von 5 Monaten nach Ende des Geschäftsjahres den

Jahresabschluss und den Lagebericht, soweit dieser gesetzlich erforderlich ist, für das

vergangene Geschäftsjahr aufzustellen.

 

(2) Der Vorstand hat gemäß § 17 Abs. 2 Buchstabe g) der Satzung den Jahresabschluss und den Lagebericht, soweit dieser gesetzlich erforderlich ist, dem Aufsichtsrat unverzüglich und sodann mit dessen Bemerkungen der Generalversammlung zur Feststellung des Jahresabschlusses vorzulegen.

 

(3) Jahresabschluss, Lagebericht, soweit dieser gesetzlich erforderlich ist, und Bericht des Aufsichtsrates sollen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung in den Geschäftsräumen der Genossenschaft oder an einer anderen bekannt zu machenden Stelle zur Einsicht der Mitglieder ausgelegt oder ihnen sonst zur Kenntnis gebracht werden.

 

(4) Der Bericht des Aufsichtsrats über seine Prüfung des Jahresabschlusses und des

Lageberichts (§ 23 Abs. 2 der Satzung), soweit dieser gesetzlich erforderlich ist, ist der ordentlichen Generalversammlung zu erstatten.

 

 

§ 43 Rückvergütung

 

Über die Ausschüttung einer Rückvergütung beschließen Vorstand und Aufsichtsrat vor Aufstellung der Bilanz. Auf die von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossene Rückvergütung haben die Mitglieder einen Rechtsanspruch.

 

 

§ 44 Verwendung des Jahresüberschusses

 

Über die Verwendung des Jahresüberschusses beschließt die Generalversammlung; dieser kann, soweit er nicht der gesetzlichen Rücklage (§ 38 der Satzung) oder den anderen Ergebnisrücklagen (§ 39 der Satzung) zugeführt oder zu anderen Zwecken verwendet wird, an die Mitglieder verteilt werden. Die Verteilung erfolgt nach § 19 Abs. 1 des Genossenschaftsgesetzes für das erste Geschäftsjahr nach dem Verhältnis der Geschäftsguthaben der Mitglieder zum Schluss des ersten Geschäftsjahres, für jedes folgende Geschäftsjahr nach dem Verhältnis der Geschäftsguthaben der Mitglieder zum Schluss des vorhergegangenen Geschäftsjahres. Der auf das einzelne Mitglied entfallende Jahresüberschuss wird dem Geschäftsguthaben so lange zugeschrieben, bis der Geschäftsanteil erreicht oder ein durch Verlust vermindertes Geschäftsguthaben wieder ergänzt ist.

 

 

§ 45 Deckung eines Jahresfehlbetrags

 

(1) Über die Deckung eines Jahresfehlbetrags beschließt die Generalversammlung

 

(2) Soweit ein Jahresfehlbetrag nicht auf neue Rechnung vorgetragen oder durch Heranziehung der anderen Ergebnisrücklagen gedeckt wird, ist er durch die gesetzliche Rücklage oder durch die Kapitalrücklage oder durch Abschreibung von den Geschäftsguthaben der Mitglieder oder durch diese Maßnahmen zugleich zu decken.

 

(3) Werden die Geschäftsguthaben zur Deckung eines Jahresfehlbetrags herangezogen, so wird der auf das einzelne Mitglied entfallende Anteil des Jahresfehlbetrages nach dem Verhältnis der übernommenen oder der satzungsgemäß zu übernehmenden Geschäftsanteile aller Mitglieder bei Beginn des Geschäftsjahres, in dem der Jahresfehlbetrag entstanden ist, berechnet.

 

(4) Alle Kosten, die bisher vor Gründung der Genossenschaft angefallen sind und die für die Gründung der Genossenschaft notwendig waren, werden von der Genossenschaft übernommen. Die Anerkennung dieser Kosten obliegt dem Vorstand.

 

VI. LIQUIDATION

 

 

§ 46 Liquidation

 

Nach der Auflösung erfolgt die Liquidation der Genossenschaft nach Maßgabe des Genossenschaftsgesetzes. Für die Verteilung des Vermögens der Genossenschaft ist das Gesetz mit der Maßgabe anzuwenden, dass Überschüsse im Verhältnis der Geschäftsguthaben unter die Mitglieder verteilt werden.

 

 

 

VII. BEKANNTMACHUNGEN

 

 

§ 47 Bekanntmachungen

 

(1) Die Bekanntmachungen der Genossenschaft werden unter ihrer Firma in dem Blatt „Amtliches Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein“ veröffentlicht. Bei der Bekanntmachung sind die Namen der Personen anzugeben, von denen sie ausgeht.

 

(2) Der Jahresabschluss und die in diesem Zusammenhang offen zu legenden Unterlagen werden soweit gesetzlich vorgeschrieben, nur im Bundesanzeiger unter der Firma der Genossenschaft bekannt gemacht.

 

 

 

VIII. GERICHTSSTAND

 

 

§ 48 Gerichtsstand

 

Gerichtsstand für alle Streitigkeiten zwischen dem Mitglied und der Genossenschaft aus dem Mitgliedschaftsverhältnis ist das Amtsgericht oder das Landgericht, das für den Sitz der Genossenschaft zuständig ist (Schwäbisch Gmünd).  

 

 

IX. SCHLUSSBESTIMMUNGEN 
 
 
§ 49  Schlussbestimmungen 
 
Diese  Satzung  ist  durch  die  Mitglieder  in  der  Gründungsversammlung  vom 20.September 2013 beschlossen worden. 
 
Sollten  einzelne  Bestimmungen  dieser  Satzung  unwirksam  sein  oder  werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die ungültige Regelung soll durch  eine  möglichst  die  gleiche  Wirkung  erzeugende  gültige Regelung  ersetzt  werden. 
Gleiches gilt beim Auftreten von Lücken. Die Bestimmung des § 16 des Genossenschaftsgesetzes bleibt unberührt.  
 
 
Heubach, den 20. September 2013