Wissenswertes

Blühende Alternative zum Silomais ?

Der Betrieb Grötzinger, der der BioEnergie Buch eG mit seiner Biogasanlage die notwendige Wärme fürs Nahwärmenetz liefert, nimmt seit letztem Jahr an einem landesweiten Anbauversuch des Landwirtschaftsministeriums in Stuttgart teil. Es wird dabei eine Pflanze getestet, die gegebenenfalls den Silomais bei der Gewinnung von Energie ersetzen soll.

Diese Pflanze, die den Namen "Durchwachsene Silphie" trägt, kommt aus Nordamerika - ist also unser Klima durchaus gewöhnt - ist eine Staude, die jedes Jahr wieder neu austreibt ohne nachgesäet zu werden. Sie blüht ab Juli mit vielen kleinen gelben Blüten, die kleinen Sonnenblumen ähneln und kann bis zu 3 Meter hoch werden.

 

An der Strasse von Bargau nach Bettringen (Abzweigung nach Weiler i.d.B.) steht nun diese durchwachsene Silphie auf 2 ha Fläche (in 2 Teilstücken). Herr Grötzinger hat im vergangenen Frühjahr bei der Maisaussaat die Silphie zwischen die Maisreihen ausgesäet.

In diesem ersten Jahr bildet sie eine kleinere Blattrosette (ähnlich wie bei der Königskerze). Da sie anfangs konkurrenzschwach ist, gibt ihr der Mais mit seiner Beschattung einen guten Schutz gegenüber anderen Unkräutern.

Den Winter hat sie nach der Maisernte gut überstanden (einige Lücken sind durch Überschwmmungen im vergangenen Frühjahr entstanden) und hat nun im Frühjahr begonnen zu schossen. Bereits in ihrem 2. Standjahr kann man ahnen, wie hoch sie werden wird.

Seit Anfang Juli hat die Blüte begonnen und bereits jetzt ist zu erkennen, welch schöner gelber Blütenteppich es werden wird.

Weiterhin kommt noch dazu, dass die Blüten sehr gerne von Bienen und anderen Insekten als Nahrungsquelle genutzt werden. Sie können dabei in aller Ruhe diese tausende von Blüten anfliegen ohne sich dabei große Sorgen über Pflanzenschutzmittel zu machen, denn die durchwachsene Silphie braucht keinen Pflanzenschutz.

Anfang Oktober wird dann die Pflanze mit einem normalen Häcksler geerntet und einsiliert.

 

Einige Impressionen zum jetzigen Stand der durchwachsenen Silphie sind in der Bildergalerie zu sehen.

 

Die BioEnergie eG hofft, dass diese Pflanze noch viele Jahre dort wächst und eine gute Alternative zum Silomais werden wird. Die Anlagen dazu hat sie!

 

Vermiedene Emissionen durch das Nahwärmenetz

Bei dem derzeit von den Mitgliedern des Bucher Nahwärmegenossenschaft verwendeten fossilen Heizmaterial (umgerechnet auf Heizöl) in Höhe von ca.

125 000 Liter Heizöl können beim Betrieb des Nahwärmenetzes die in der folgenden Übersicht aufgelisteten Schadstoffe vermieden werden. Dies ist ein weiterer wichtiger und nicht unwesentlicher Vorteil unseres kommenden Nahwärmenetzes.

 

 

Heizöl EL 125.000 Ltr  
  Emissionsfaktor * vermiedene Emissionen
     
Staub 200 mg/Ltr. 25 kg
CO (Kohlenmonoxid) 1.660 mg/Ltr. 208 kg
Nox (Stickoxide) 2.960 mg/Ltr. 370 kg
HCL (Chlorwasserstoff) 15 mg/Ltr. 2 kg
SO2 (Schwefeldioxid) 4.370 mg/Ltr. 546 kg
CO2 (Kohlendioxid) 3.120 g/Ltr. 390 Tonnen

*) Quelle: GEMIS-Datenbank des UBA (www.probas.umweltbundesamt.de)